Entwicklung der Fahrzeuge
Auf dieser Strecke gab es nie Dampftraktion. Die einzige Dampflok wurde zum Bau der Linie und bis 1927 für Dienstzüge eingesetzt ( die Lok wurde nachher der Tramway du Mont-Blanc verkauft ).
Ab 1906 bis gegen 1960 benutzte die MC - zu jener Zeit in der Schweiz einzigartig - hauptsächlich Triebwagen für den gemischten Adhäsions- und Zahnstangenbetrieb ( die Nr. 1 bis 3 und 11 bis 15 ), die ab 1910 mit Steuerwagen fuhren und von diesen ferngesteuert werden konnten ( System Thury ); auch dies eine Pionierleistung der MC.
Die Gesellschaft besass noch zwei reine Adhäsionstriebwagen ( Nr. 21 und 22 ), die auf der Zahnstangenstrecke von zwei kleinen elektrischen Zahnradlokomotiven Typ HGe 2/2 ( Nr. 2 und 3) geschoben wurden. Die Lok wurden 1930 an die BVB verkauft.
Die MC war auch Inhaberin der Strassenbahn Martigny SBB - Martigny Bourg, die am 24. Oktober 1906 in Betrieb genommen wurde und deren Betrieb am 31. Dezember 1956 eingestellt worden ist. Die MC blieb bis 01. Februar 1930 Inhaberin der Linie. Danach wurde die Strassenbahn von einer Privatgesellschaft weiter betrieben.
Im Jahre1957 wurden drei neue Triebwagen ( Nr. 4 bis 6) sowie im Jahre 1964 die Nr. 7 und 8 eingeweiht. Zur gleichen Zeit wurden sechs neue Steuerwagen geliefert. Die hohe Leistungsstärke dieser Fahrzeuge ( 760 PS ) erlaubte, dank einer Geschwindigkeit von 50 km/h auf der Adhäsionsstrecke und 25/14 km/h in der Zahnstange, die Fahrzeiten deutlich zu vermindern. Diese Fahrzeuge waren mit einer automatischen Scharfenbergkupplung ausgestattet. Die SNCF erwarb gleiches Rollmaterial mit gleicher Kupplung, was die Direktverbindung der MC - Fahrzeuge zwischen Martigny und Chamonix zuliess. Diese durchgehende Verbindung wurde bis 1991 zwischen Mitte Juni und Mitte September, aber zeitweise auch im Winter angeboten.
1979 wurde der leistungsstarke Triebwagen Nr. 501 mit Mittelwagen Nr. 701 und Steuewagen Nr. 601 angeliefert. Der 701 wurde 1982 zum Triebwagen Nr 602 umgebaut. Dieses Rollmaterial wurde 1990 wie das übrige mit dem neuen Farbanstrich und Mont-Blanc Expresslogo versehen.
Ab 1997 verkehren neue Doppeltriebwagen - Panoramazüge zwischen Martigny und St. Gervais, sodass in dieser Relation nicht mehr umgestiegen werden muss. Die MC hat zwei Doppeltriebwagen, die Nr. 21 und 22, die SNCF drei gleiche Einheiten beschafft. Dieses Rollmaterial verkehrt täglich zwischen der Schweiz und Frankreich.
Die Doppeltriebwagen haben die hohe Antriebsleistung von 1360 PS und eine Höchstgeschwindigkeit von 70 km/h. Sie sind mit Panoramafenstern ausgerüstet. Die Herstellerfirmen waren: Vevey Technologie, ADTrans und SLM. Vermutlich handelt es sich um die kompliziertesten Schmalspurfahrzeuge der Welt. Die Fahrzeuge besitzen fünf Bremssysteme, Stromabnhmer für Ober-/Fahrleitung und dritte Schiene sowie MC- und SNCF - Funkausrüstung. Ihr Bau war ein richtiges Geduldspiel für die Hersteller, das technische Personal und die Finanzen der beiden Bahngesellschaften.
Speziell erwähnt sei, dass ab Betriebsbeginn alle MC - Triebfahrzeuge mit zwei unterschiedlichen Stromabnehmern ausgerüstet waren, nämlich für Oberleitung und stromführende dritte Schiene. MC ist die letzte Bahn in der Schweiz, die mit verschiedenartiger Stromabnahme betrieben wird: die stromführende dritte Schiene besteht noch auf zwei wenig bewohnten Strecken, nämlich Vernayaz - Salvan und Le Trétien - Châtelard VS. |
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Triebwagen 12 zum
Bahnhof Finhaut
MC15 + 32 +74 zum Depot
TNT In Martinach
Die 15 in Châtelard-Fr.
MC 4 +-63 auf der Strecke Vernayaz - Martinach
Die 31 im Vernayaz

Triebwagen 501 und Steuerwagen 602 in Martinach
Die ersten Z 800 Probefahrten
in Vernayaz
Bilderkredit : HH. G.Hadorn, C.Ischi, F.Jacquier, J.L. Rochaix. |